Gewächshausheizung Solar

Das wohl beste, um die Sonne in vollen Zügen zu nutzen, sind Solar Panels auf dem Dach des Gewächshauses, welche ihre erzeugte Energie in einen Akku einspeisen und über eine Gewächshausheizung verbrauchen. Somit könnte man auch die mechanische Bewässerungsanlage gebrauchen und alles was im Inneren Strom gebraucht. Das Gewächshaus wäre somit autark und man bräuchte keine Stromkabel zu verlegen. Allerdings sind solche Photovoltaik-Anlagen nicht gerade günstig in der Anschaffung und einige sind auch komplizierter in der Installation.

Vor- und Nachteile

Auch wenn die Anschaffungskosten relativ hoch sind, so rentiert sich die Investition schon in kürzester Zeit in der eigenen Stromrechnung. Aber eine Solar-Gewächshausheizung bietet nicht nur diese Eigenschaften.

Vorteile:

  • Umweltfreundlich, durch selbsterzeugten Strom aus der Sonne
  • Stromsparend, weil die Heizung im Gewächshaus nicht ans Stromnetz angeschlossen ist
  • Es werden beim Heizen keine Schadstoffe freigesetzt
  • Übermäßiger Strom wird in Akkus eingespeist und dann verbraucht, wenn er benötigt wird
  • Nicht nur die Heizung kann über den Solarstrom laufen

Nachteile:

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Gegebenen Falls benötigte Hilfe beim richtigen Aufbau
  • Dauerhafte und fachgerechte Wartung und Reinigung der Solarmodule
  • Eine Dachinstallation ist nicht immer machbar, deswegen wird oft extra Platz benötigt
  • Hagel- oder Blitzschlag können die Module beschädigen, eine geeignete Versicherung kostet Geld

Die Anschaffung einer solchen Solaranlage muss gut überlegt und geplant sein und gerade beim Kauf einer solchen Anlage gibt es noch einiges, worauf man achten muss.

So funktioniert eine Gewächshausheizung mit Solarenergie

An sich gibt es zwei Möglichkeiten, um die Solarenergie für sich zu nutzen zu machen.

  1. Solarthermie – Die Sonne heizt Wasser auf, welches wie im Haus durch Rohre und Heizungen das Gewächshaus erwärmt.
  2. Photovoltaik – Die Sonnenenergie wird in einem Akku gespeichert und dann an eine elektrische Gewächshausheizung abgegeben.

Beide Formen sind für ein Gewächshaus denkbar, allerdings ist eine kleine Photovoltaikanlage wesentlich leichter aufzubauen und die Energie ist schneller und effizienter einsetzbar. Die Panels werden am besten auf einem extra Gestell neben dem Gewächshaus installiert, damit der Treibhauseffekt nicht verloren geht, wenn sie auf dem Dach angebracht sind. Außerdem kann man so eine Sonnenuhr anbauen damit sich das Panel mit der Sonne mitbewegt und jeden Sonnenstrahl einfangen kann. Eine Solar-Gewächshausheizung macht also erst recht dann Sinn, wenn das Gewächshaus weit von jeglichem Strom entfernt steht. Zudem macht sie auch Sinn, wenn man wert darauflegt, dass kein Gas oder Petroleum zur Wärmegewinnung verbrannt wird.

Was man beachten muss bei dem Aufbau einer solaren Gewächshausheizung

Das wird benötigt:

  • Solarpaneele mit Gestellen
  • Akku
  • Wechselrichter
  • Elektroheizung/ Heizlüfter

Standort und Ausrichtung der Solarpaneele

Wer sich keinen sogenannte Sonnenfolger einbauen möchte, sollte seine Solarpaneele nach Süden oder Süd-West ausrichten, um genügend Sonne einzufangen und reichlich Strom einzuspeisen. Um diese genaue Ausrichtung zu bekommen, sollte mit einem Kompass am Standort ausgerichtet werden.
Zudem ist eine Neigung im Bereich um die 30° ideal. Damit kann das ganze Jahr über die Sonne bestens genutzt werden. Oder man stellt die Panels im Sommer und im Winter neu ein, denn je nach Standort muss man die Ausrichtung verändern.

Wie viel Watt werden benötigt?

Im Grunde bestimmt die Größe des Gewächshauses auch die Leistung, die benötigt wird, um effizient zu heizen. Hat man ein eher kleineres Gewächshaus, so braucht man auch eine kleinere Heizung und somit verbraucht man auch weniger Strom und muss weniger mit einem Solarpaneel einspeisen.
Hat man allerdings ein recht großes Gewächshaus, z. B. 20 m² so kommt man schnell auf die 2500W. Bei dieser Größe reicht meistens keine einzelne Batterie aus, um die Sonnenenergie zu speichern.
Man muss also genau schauen, welche Heizleistung die Heizung hat, wie groß die Akkus sind, was das Gewächshaus für einen Dämmwert hat und wie viel ein Solarpaneel an einem Tag an Energie erzeugen kann.

Der Wechselrichter

Das wohl Wichtigste bei einer Solar-Gewächshausheizung ist der Wechselrichter. Er wandelt die Gleichspannung der Solarenergie in die Wechselspannung um, welche die elektrische Heizung im Inneren benötigt.
Man muss darauf achten, dass der Wechselrichter direkt eine dauerhaft hohe Ausgangsleistung hat, um die Heizung überhaupt betreiben zu können.

Die Akkus

Um die Sonnenenergie speichern zu können sollten die Akkus so groß sein, dass sie einige Tage halten, wenn mal keine Sonne scheinen sollte. Außerdem ist ein Laderegler sehr zu empfehlen. Er reguliert den Akku, damit er nicht überlädt oder überhitzt.

Temperaturregler nicht nur bei Frost hilfreich

Gerade in der Übergangszeit kann es schnell mal passieren, dass das Wetter umspringt und es plötzlich nachts Frost gibt. Wer also seine Heizung nicht dauerhaft am Laufen halten möchte, setzt einen Temperaturregler ein. Dieser schaltete die Heizung nur an oder aus, wenn eine zuvor eingestellte Temperatur über- oder unterschritten wird. Das sehr stromsparend und die Akkus werden länger halten.

Fazit

Wer sich ausgiebig mit dem Anbau von Pflanzen in einem Gewächshaus befasst hat, weiß meistens ganz genau, was man noch braucht. Denn eine solare Gewächshausheizung ist definitiv nichts für Anfänger, welche nicht wissen, was sie aus ihrem Gewächshaus alles herausholen können, wenn die Bedingungen mal besser oder auch mal schlechter sind.
Hat man sich aber für eine Solar-Gewächshausheizung entschieden, kann man davon ausgehen, dass es für einen nicht leicht sein wird auf alles zu achten, was diese Solar-Heizung so alles braucht.
Allerdings gibt es wohl nichts Besseres, um nachhaltig und autark ein Gewächshaus zu bewirtschaften und zu erwärmen als mit einer solaren Heizung. Hier wird die ganze Kraft der Sonne genutzt, um den Pflanzen ein optimales Klima zu gewährleisten.